Papaya

Papayakerne für Küche und Darm

Früher habe ich Papayas immer entkernt und die Papayakerne weggeworfen, dann habe ich gelesen, welche Heilkräfte in den kleinen schwarzen Körnern stecken und dass man sie außerdem getrocknet wie Pfefferkörner zum Würzen verwenden kann.

Papayakerne – Die Samen der Papayafrucht

Die Papaya ist eine melonenartige Tropenfrucht und enthält das papayaspezifische Enzym Papain. Das Enzym ist vor allem in den Kernen vorhanden. Es schützt gegen Thrombose und andere entzündliche Prozesse und Erkrankungen und ist vor allem ein Wundermittel bei Darmerkrankungen und schützt vor bakteriellen Infektionen.

Aber erst zum Kulinarischen:

Papayakerne als Pfefferkörner

Das Papain ist ein eiweißspaltendes Enzym und eignet sich daher in der Küche als natürlicher Weichmacher für Fleisch (also nix für meine Küche). Aber doch: Das fruchtig-pfeffrige Aroma der Kerne macht die Kerne zu einer interessanten Alternative für Pfeffer: Ich bin ein absoluter Pfeffer-Liebhaber und besitze ca. 15 verschiedene Pfefferarten, neben schwarzem Pfeffer, grünem und weißen Pfeffer, den Küchenklassikern, sind auch rote Beeren, langer Pfeffer, Kübenpfeffer (Nelkenpfeffer), Sichuan Pfeffer, Zitronenpfeffer und jetzt eben auch Papayapfeffer fester Bestandteil meiner Küche.

Mit Papayakernen lassen sich vor allem süße Speisen, Früchte und Smoothies schmackhaft anfeuern, denn das Aroma passt hervorragend zu fruchtige Speisen und Getränken.

Auch frische Papayakerne kann man sehr gut zu Salaten kombinieren. Probiert sie mal. Sie bringen einen mild pfeffrigen Aha-Effekt in den Salat.

Die Heilkräfte der Papayakerne

Studien haben ergeben, dass die Heilkräfte der Papayakerne besonders vorteilhaft gegen Darmerkrankungen wirken, darunter typische Beschwerden, wie Durchfall aber auch Darmenzündungen und Parasitenbefall im Darm.

Seitdem sind getrocknete Papayakerne ein obligatorischer Bestandteil meiner Reiseapotheke. Sie sind leicht und können auch präventiv eingenommen werden. Dafür kaut man mehrmals täglich 5-6 Papayakerne nach dem Essen. Das hat nebenbei noch den Effekt, dass die Kerne auch schlechten Mundgeruch gleich mit entfernen.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Papayakerne nicht nur gegen Parasiten im Darm, sondern auch gegen Bakterien wie Escherichia coli (Erreger von Durchfallerkrankungen), Staphylococcus aureus, ein gefährlicher Krankenhauskeim, genauso wie Salmonella typhi (Erreger des Typhus) und Pseudomonas aeruginosa (Erreger der Lungenentzündung sowie von Harnwegsinfektionen) eine gute Wirkung erzielen und das Wachstum dieser Bakterien hemmen können.

Betrachtet man alleine dieses Wirkungsspektrum, erweisen sich Papayakerne als ein wirkungsvolles Breitspektrum-Antibiotika. Ein Grund mehr für die Reiseapotheke.

Nebenbei stärken Papayakerne noch das Immunsystem, wirken der Leberzyrrose entgegen und stärken die Aktivitäten von Killerzellen.

Wie trocknet man Papayakerne?

Ganz einfach. Kerne mit einem Löffel entnehmen und auf Küchenpapier ausbreiten. Mit einem weiteren Küchenpapier die Kerne durch drehende Bewegung sanft von Fruchtfleisch befreien. Diese Prozedur eventuell ein paar Mal wiederholen, bis das Fruchtfleisch weitestestgehend entfernt ist. Dann die Kerne auf sauberes Küchenpapier legen und mit einem weiteren Küchenpapier abdecken.

Papayakerne trocknen
Papayakerne trocknen

An einem trockenen Ort ca. 5-7 Tage trocknen lassen. Die Kerne müssen hart und trocken sein, wie Pfefferkörner. Dann kann man sie in einem Schraubglas aufbewahren, oder gleich in einer Pfeffermühle weiterverwerten.

Papayakerne getrocknet im Glas
Papayakerne getrocknet im Glas

Ich habe irgendwo gelesen, dass man die Papayakerne 1 Stunde im Ofen bei 50 Grad trocknen soll. Das habe ich getestet. Bei mir waren die Kerne danach aber immer noch weich und feucht. Bringt also nichts, außer unnötige Energieverschwendung, weil die Trocknung auch so gut funktioniert. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob die Hitze den Kernen wirklich gut tut.

Shares 0

4 Kommentare

Kommentar verfassen